Di

25

Aug

2015

Wie funktioniert dass mit den Außenhandelsüberschüssen?

von Diplom Physiker Roland Dames

 

Wenn ein Chinese eine Maschine in die USA liefert, bekommt er dafür
USD. Der Chinese hat nun USD, der Amerikaner die chinesische
Maschine. Der chinesische Unternehmer kann mit den USD in China
nichts anfangen, da er die Maschine in China produziert hat und die
Kosten in YUAN anfallen. Nun tauscht er die USD bei seiner Bank in
YUAN, um seine in YUAN anfallenden Kosten zu bedienen.

 

Die USD sind nun bei einer Geschäftsbank. Die Geschäftsbank reicht
die USD zur chinesischen Zentralbank weiter. Was aber macht nun die
chinesische Zentralbank mit den überschüssigen USD? Sie kauft dafür
amerikanische Staatsanleihen. So kommen die USD wieder zurück in
die USA und der Währungskreislauf kann von neuem beginnen.

 

Der chinesische Unternehmer hat seinen Gewinn in YUAN, der Amerikaner
seine chinesische Maschine und die chinesische Zentralbank einen
kleinen Teil der amerikanischen Schulden in Form von US-Staatsanleihen.

 

Was ist nun, wenn ein Land ständig mehr exportiert als es importiert?
Dann bekommt es immer mehr fremde Währungen, die irgendwie in
die Ursprungsländer zurück müssen, z.B. durch den Kauf von Staatsanleihen
der Ursprungsländer. Was bedeutet dass für das Land, was
ständig mehr importiert als es exportiert? Es muss ständig neue Währung
herstellen und exportieren. Da Währung nur durch Schulden entsteht,
bedeutet es eine ständige Ausweitung der Verschuldung und der
Notwendigkeit des Schuldenexportes in Form von Anleihen.

 

China ist ein Exportland und besitzt amerikanische Staatsanleihen im
Wert von 1223,7 Mrd. USD (Stand: 2015).
Japan: 1224,4 Mrd. USD (Stand: 2015).
Russland: 132 Mrd. USD (Stand: 2013).
Belgien: 310 Mrd. USD (Stand: 2013).
Großbritannien: 162 Mrd. USD (Stand: 2013).
Deutschland: 62 Mrd. USD (Stand: 2013).

 

Der Exportweltmeister Deutschland hat also NUR 62 Milliarden an
amerikanische Staatsanleihen.

 

Frage: Wo ist der Rest, Deutschland ist doch regelmäßig Exportweltmeister?

 

Einige, die bei der Bundesbank nachgefragt haben, haben dort keine
Antwort bekommen. Sie behaupten nun, dass diese Forderungen der
deutschen Bundesbank an die amerikanische Zentralbank FED einfach
gestrichen werden. Dass heißt, die überschüssigen USD, die ja nur als
Buchwert bestehen, werden einfach gelöscht.

 

Jeder Deutschen verschenkt also einen Teil dessen, was er erarbeitet. Es
sind in Deutschland produzierte Waren im Wert von etwa 3000 EURO
pro Jahr und Person.

 

 

Quellen:

 

Andreas Popp von der Wissensmanufaktur:
http://www.wissensmanufaktur.net/kriege-als-mittel-zur-rettung-desfinanzsystems
http://www.wissensmanufaktur.net/die-export-narren

 

Ken Jebsen im Gespräch mit Georg Zoche:
https://www.youtube.com/watch?v=60cgLeqmbBM

 

http://www.finanzen.net/nachricht/anleihen/US-Staatsanleihen-
Bestand-Japan-loest-China-als-groesster-Glaeubiger-der-USA-ab-4290206
http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/1577330/
USStaatsanleihen-werfen-Fragen-auf

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