Konzentrationsprozesse (Abschnitte 1.6. und 4.5.)

Im Universum und in der Gesellschaft gibt es Konzentrationsprozesse.

 

Durch das Wirken der Gravitationskraft werden aus Gas und Staub Sonnen, Galaxien und
Planeten. Aus Gleichverteilung von Materie wird Ungleichverteilung. Die großen Massen
dominieren die kleineren Massen, sie sind gegenüber den kleineren Massen lokal dominant.
Die großen Massen wachsen durch die Vereinnahmung von kleinen Massen.

 

In der Gesellschaft konzentrieren sich Besitz, Geld und Macht bei wenigen Menschen,
wie beim Spiel Monopoly. Am Anfang hat jeder das Gleiche, am Ende hat einer alles.
Menschen mit großem Besitz, viel Geld und Macht dominieren die Menschen mit weniger
Besitz, Geld und Macht. Große Vermögen wachsen über den Ertrag. Der Ertrag kommt
von den Besitzlosen.

 

Auch hier haben wir wieder klare materialistische Aussagen: Aus Gleichverteilung wird
Ungleichverteilung. Das dabei entstehende Größere und Stärkere dominiert das Kleinere
und Schwächere. Und das Größere kann nur dadurch größer werden, indem es das Kleinere
vereinnahmt.

 

Heute gilt der als erfolgreich, der viel Besitzt. Doch woher kommt der Besitz? Der Besitz
kommt von den Besitzlosen. Den Ertrag auf Besitz liefern die Besitzlosen. Es gibt also
Nettobesitzempfänger und Nettobesitzlieferer. Wobei die Nettobesitzlieferer in der großen
Mehrheit sind. Durch die Erziehung des Menschen zu geistigen Wesen in hierarchischen
Systemen, sollen Menschen genau das nicht erkennen. Und wenn Menschen nur Lösungen
im Geistigen suchen, werden sie die richtigen Lösungen nicht finden.

 

Mit normaler Arbeit kann man nur einen linearen Besitzzuwachs erzielen, da in einer
bestimmten Zeiteinheit nur eine bestimmte Menge an Werten geschaffen werden kann. Ein
Maler kann nur eine bestimmte Fläche bemalen und ein Maurer nur eine bestimmte Menge
Steine vermauern.

 

Hat man aber so viel Besitz angehäuft, dass man von dem Ertrag seines Besitzes nicht
leben muss, kann man sich von dem Teil seines Besitzes, den man nicht selbst verbraucht,
wieder neuen Besitz anschaffen. Damit erhält man eine exponentielle Besitzvermehrung.
Exponentielles Besitzwachstum ist dabei immer stärker als lineares Besitzwachstum.

Somit gibt es in Systemen mit einer privatwirtschaftlichen Ressourcennutzung eine sich

exponentiell beschleunigende Besitzkonzentration bis zum Abbruch des exponentiellen

Wachstumsprozesses durch die Zerstörung der bestehenden Besitzverhältnisse.