Die Polis-Allmende Gesellschaft Teil 1 (Abschnitt 8.3.)

Wenn das Lebensmodel in kooperativen Gruppen dauerhafte Stabilität bringt und Lebensqualität
erhält, warum leben wir diese Gesellschaft nicht?

 

Auf diese Frage gibt es zwei Antworten:

 

1) Das Gemeingut ist schwächer als das Privatgut. Private Ressourcennutzung erzeugt lokal
und zeitlich attraktivere Lebensbedingungen gegenüber den weniger produktiven aber
stabilen Gemeingütern. Außerdem ist es für viele Menschen attraktiver, die eigene Individualität
auszuleben, was man in einer kooperativen Gruppe weniger kann, da eine
funktionierende Gruppe Absprachen und gemeinsame Lösungsfindung erfordert.

 

2) Menschen müssen es organisieren. Das erfordert einen klaren Blick auf die Art der
Ressourcennutzung. Menschen bestehen aus Materie, die sich nach bestimmten

Gesetzmäßigkeiten zusammengefügt hat, es gab und gibt Entwicklung, unsere Sinnesorgane

sind Messgeräte, die physikalische Signale messen, woraus unser Bild von der Welt, unserer
Geist, unser Bewusstsein entsteht. Das ist eine klare auf die Materie bezogene Sichtweise,
also Materialismus.

 

Menschen sind in Pyramidengesellschaften aber meistens im idealistischen Sinne erzogen
(Ausnahmen sind die ehemaligen sozialistischen Länder), dass heißt, dem Geistigen wird
das Primat zugesprochen. Doch wenn Menschen so erzogen sind, dass sie im Geistigen
Antworten suchen, können sie die realen materialistischen Zusammenhänge nicht erkennen
und demzufolge sich auch nicht für das einzig funktionierende Gesellschaftsmodell einsetzen.
Hier hat dass derzeitige Gesellschaftsmodell ganze Arbeit geleistet. Die materialistische
Sicht ist in Diskussionen kaum zu finden, nicht mehr bei den Linken und auch nicht bei den
alternativen Medien. So sind z.B. Quer-denken.tv, Nuoviso.tv oder viele Bücher des Kopp
Verlages keine wirkliche Gefahr fürs System, da sie die grundsätzlichen Zusammenhänge
selten benennen und überwiegend nur Zustandsbeschreibungen und Schuldzuweisungen
machen, die Schuld bei den anderen suchen und irgendwelche Lösungen im Geistigen finden
wollen.