Die Polis-Allmende Gesellschaft Teil 2 (Abschnitt 8.3.)

Wie könnte man sich nun in die Polis-Allmende Gesellschaft entwickeln?

 

Polis steht für relative Autonomie und Selbstverwaltung, Allmende ist eine besondere Form
des Gemeingutes. Und Gesellschaft bedeutet, dass sich die einzelnen Allmenden zu einer
kooperativen Gesellschaft mit einem parlamentarischen Überbau (Verwaltung) zusammengeschlossen
haben.

 

Am Anfang muss es erst einmal eine Ergebnis offene objektive Diskussion über ALLE

Gesellschaftssysteme geben. Schon das findet nicht statt, da Gesellschaftssysteme und Formen
des Zusammenlebens für Menschen etwas sehr persönliches zu sein scheinen. Menschen
favorisieren bestimmte Systeme und schließen andere, nicht in das persönliche Weltbild
passende aus. Die Diskussion wird meistens subjektiv, ideologisch, religiös oder von persönlichen
Interessen beeinflusst geführt.

 

Hat sich eine Gruppe von Menschen gefunden, die bereit sind, objektiv über Gesellschaftssysteme
und mögliche Alternativen zu diskutieren, können die, die dann zu dem Schluss
kommen, dass die Polis-Allmende Gesellschaft eine mögliche Alternative sein könnte, ein
tragfähiges Konzept erarbeiten.

 

Da die Polis-Allmende Gesellschaft aus relativ autonomen Allmenden besteht, kann von
interessierten Menschen ein Beispielobjekt gegründet werden. Bei anderen Konzepten wie
z.B. dem Plan-B, Gradido oder dem Sozialismus/Kommunismus nach Marx und Engels
ist dass nicht möglich, da die Verhältnisse (Machtverhältnisse) in einem ganzen Land, auf
einmal geändert werden müssten. Da das Konzept nicht so realitätsfern ist, sieht man daran,
dass die menschliche Zivilisation die meiste Zeit ihrer Existenz in solchen kooperativen
Gemeinschaften gelebt hat und dass Menschen auch heute schon in solchen Gemeinschaften
leben (z.B. die Ökodörfer Tamera, Zegg, Sieben Linden).