Theoretische Entwicklung einer stabilen Gesellschaft Teil 1 (Kapitel 7)

Hierbei geht es nicht darum, irgendwelche subjektiven Vorstellungen oder egoistischen Einzelwünsche
zu erfüllen. Es geht darum, vorurteilsfrei ein Gesellschaftsmodell zu entwickeln, welches dauerhaft,

Krisen frei und ohne Zerstörung des begrenzten Lebensraumes funktionieren könnte.

 

Es wird kein Gesellschaftsmodell geben, dass alle subjektiven Vorstellungen und egoistischen
Wünsche eines jeden Menschen zu einhundert Prozent erfüllt. Jede Gesellschaft ist
nur ein Kompromiss.

 

Zivilisationen überleben nicht, wenn sie ihren Lebensraum verbrauchen und zerstören oder
sich in Ressourcenkriege selbst vernichten.

 

Die Hauptursache dafür ist Wachstum!!!

 

Kriege, Konsum, der Bau von Palästen, Pyramiden, Tempeln, Straßen, Flughäfen usw.
verbraucht Ressourcen. Ressourcen, die man dem eigenen Lebensraum entnehmen, oder
anderen wegnehmen muss. Entnimmt man zu viel und produziert man dabei zu viel Abfall,
zerstört man seinen Lebensraum und den der anderen, bis keine gesunden Nahrungsmittel
mehr produzieren werden können.

 

Dauerhaft überleben kann also nur eine Gesellschaft, die ohne quantitativem Wachstum
auskommt.

 

Wachstum gibt es in jeder Pyramidengesellschaft, weil die jeweiligen Eliten einen Ertrag
auf ihren Besitz haben wollen und müssen, da sie in Konkurrenz mit anderen Eliten stehen
oder ihre jeweilige Machtposition erhalten oder ausbauen wollen. In den Pyramidengesellschaften
gibt es also einen systembedingten Wachstumszwang, der die Instabilität erzeugt.

 

Wenn wir uns alle auf der Erde bisher existierten Gesellschaftsmodelle anschauen, finden
wir nur eines, was dauerhaft stabil war, dass ist das gemeinschaftlich wirtschaftende Stammesmodell,
bei dem der Anführer gewählt wird und nicht durch ein Erbrecht ins Amt
kommt. Dieses Modell erfüllt die zivilisatorischen Stabilitätsbedingungen.

 

Hierbei entstehen keine Eliten, es gibt kaum soziale Unterschiede und der Lebensraum wird
nicht verbraucht und verschmutzt. Solange bestimmte Bedingungen eingehalten werden,
ist dieses Lebensmodell dauerhaft stabil.

 

Also zurück in die Steinzeit, in Zelten leben und Büffel jagen?

 

Das werden die meisten Menschen wohl nicht akzeptieren, weil es eine starke Einschränkung
der persönlichen heute gewohnten Lebensqualität bedeutet.

 

Eine Lösung gibt es also nur, wenn man das gemeinschaftlich wirtschaftende Stammesmodell,
in dem der Anführer gewählt wird, in die Technologiegesellschaft entwickelt.