Einer reicht! (Abschnitt 7.5.)

Wenn Technologien immer effizienter werden, bekommen immer weniger Menschen die
Möglichkeit, mit der ihnen zugänglichen Technologie immer größeren Schaden anzurichten.
Die Gründe der Zerstörung sind dabei unerheblich, vielleicht eine psychische Erkrankung,

religiöser Fanatismus oder der Kampf um Machtinteressen.

 

Denkt man dass weiter, wird irgendwann ein einzelner Mensch mit der ihm zugänglichen
Technologie einen ganzen Planeten zerstören können.

 

Stellen wir uns nun ein Raumschiff vor. Ein Raumschiff ist extrem verwundbar. Es muss
zu einhundert Prozent funktionieren, um das Überleben der Besatzung zu jedem Zeitpunkt
einer Expedition zu garantieren. Es ist wohl anzunehmen, dass ein einzelnes Besatzungsmitglied
die Möglichkeit hat, ein wichtiges lebenserhaltendes System oder die Hülle des
Raumschiffes so zu schädigen, dass ein Weiterleben im Raumschiff nicht mehr möglich ist.
Ein Einzelner reicht aus, um das Leben aller zu gefährden. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit,
dass es den Einen gibt, der alles zerstört? Mit der Zahl der Besatzungsmitglieder
steigt die Wahrscheinlichkeit stetig an, dass es den Einen gibt.

 

Vielleicht ist das auch ein weiterer Grund, warum das Universum nicht voll mit intelligenten
Lebensformen besiedelt ist und keine Außerirdischen bei uns sind.

 

Nun stellen wir uns vor, das Raumschiff ist unsere Erde.

 

Wir sehen, dass das Gefährdungspotenzial einer Zivilisation durch einzelne Individuen
(Gruppen oder Staaten) mit zunehmender Technisierung der Gesellschaft stetig ansteigt.
Irgendwann wird die Technisierung so weit fortgeschritten sein, dass normale Alltagstechnologie
z.B. durch ein psychisch krankes Individuum dazu benutzt werden kann, eine ganze
Zivilisation zu gefährden.

 

Wenn es eine Gesellschaft nicht schafft, solche Individuen zu erkennen und zu kontrollieren, wird es irgendwann
einmal jemanden geben, der eine ganze Zivilisation zerstört.