Instabiles Privatgut ist stärker als stabiles Gemeingut (Abschnitte 4.5. und 7.1.)

Das Privatgut, die privatwirtschaftliche Ressourcennutzung erzeugt exponentielle

Wachstumsprozesse über den wieder angelegten Ertrag. Es entstehen lokale effiziente Strukturen.
Die effizientesten wachsen stetig, vor allem durch die Verdrängung und Vereinnahmung der
Schwächeren bis zur Entstehung von absolutistischen Macht- und Besitzmonopolen.

 

Da exponentielles Wachstum in einem begrenzten Raum immer abbrechen muss, kommt
es regelmäßig zu Krisen und Kriegen.

 

Bei den Gemeingütern gibt es systembedingt keine exponentiellen Wachstumsprozessen,
was einen wichtigen Teil ihrer strukturellen Schwäche ausmacht. Sie werden früher oder später
vom schneller wachsenden Privatgut vereinnahmt.

 

Ein weiterer Grund für die Schwäche von Gemeingütern sind die Mehrheitsentscheidungen.
Können viele Menschen mitentscheiden, dauern die Entscheidungsprozesse länger, als
wenn es (beim Privatgut) nur einen Entscheider gibt. Kann einer bestimmen, kann er sofort
entscheiden. Die Konkurrenz im kapitalistischen System, lässt dabei meistens nur die
stärksten im Markt bestehen.

 

So kommt es, dass die dauerhaft stabilen Gemeingüter von den systemisch Instabilitäten
erzeugenden Privatgütern dominiert und verdrängt werden.