Kapitalismus Teil 2 (Abschnitte 5.1. und 5.2., Kapitel 4)

Welche Probleme gibt es nun mit diesem System?

 

Menschen haben unterschiedliche Fähigkeiten. Einige Menschen sind besonders gut darin
zu verkaufen, Umsatz zu produzieren und Besitz (Geld) anzuhäufen. Diese Menschen
haben dann immer mehr Möglichkeiten ihre persönlichen Interessen in der Gesellschaft
durchzusetzen. Natürlich zum eigenen Vorteil, der persönlichen Besitzvermehrung.

 

Da Besitz nur über den wieder angelegten Ertrag wachsen kann und Ressourcen nur endlich
vorhanden sind, kann Besitzkonzentration und quantitatives Wachstum nur dadurch
erfolgen, dass die die viel besitzen, den anderen Menschen, die wenig besitzen Ressourcen
(Rohstoffe, Energie, Arbeitsleistung, Geld, Ackerland) wegnehmen. Das erzeugt soziale
Unruhen, Flüchtlingsströme, Konflikte und Kriege.

 

Privatbesitz erzeugt über den wieder angelegten Ertrag exponentielle Wachstumsprozesse,
die lokal effiziente Strukturen entstehen lassen. Die effizientesten vereinnahmen die Schwächeren
und wachsen zu alles bestimmenden Monopolen heran. Am Ende muss exponentielles Wachstum
immer abbrechen, was im kapitalistischen System regelmäßig Krisen erzeugt.

 

Da ein Unternehmer in Vorleistung gehen muss, dass heißt, zuerst investieren dann verkaufen,
gibt es einen Zwang, Umsatz zu produzieren. Die Konkurrenz zwischen Menschen und Unternehmen

zwing zur Gewinnmaximierung. Das maximiert den Ressourcenverbrauch und beschleunigt

alle daraus entstehenden Probleme.

 

Das kapitalistische System verbraucht und zerstört wie kein anderes System den begrenzten Lebensraum
und wird zur völligen Vernichtung der menschlichen Zivilisation führen, wenn
der Lebensraum Erde global so stark geschädigt ist, dass keine gesunden Nahrungsmittel
mehr produziert werden können.