https://kenfm.de/positionen-5/#comment-92428

 

Hallo Jochen Tittel,

Sie haben viel geschrieben. Haben Sie auch eine Internetseite, ein Buch oder andere Texte auf die Sie
verweisen können und wo Sie ihre Ansichten niedergeschrieben haben? Ich lese immer gern noch woanders,
wenn Menschen hier bereit sind, unter ihrem richtigen Namen zu schreiben.

Nun zu Ihren Kommentaren die Sie zu meinen Kommentaren gemacht haben.

J.T.:...Zum Verständnis gesellschaftlicher Zusammenhänge muß man keine physikalischen Fachkenntnisse
haben...

R.D.: Das ist natürlich richtig. Aber es schadet nicht, wenn man den anderen naturwissenschaftlich, physikalischen Blick auf den Zusammenhang von Natur, Mensch und Gesellschaft wagt. In hierarchischen Machtsystemen werden den Menschen oft geistig dominante Denkweisen anerzogen. Und dass mit gutem Grund. Haben Menschen überwiegend religiöse, spirituelle oder andere meinungsbasierte Denkweisen, so wird vieles, besonders im gesellschaftlichen Bereich, unübersichtlich, vielschichtige und verworren, da Menschen unterschiedlich geprägt sind und demzufolge viele unterschiedliche Meinungen haben können. Mit Ideologie kann man Menschen auch viel einfacher in Gruppen separieren und sie gegebenenfalls in Kriegen aufeinander
hetzen.

Mit einem naturwissenschaftlich physikalischen Blick wird vieles übersichtlich, einfach und elementar verständlicher. Besonders auch dann, wenn man Gesellschaftsentwicklung auch als einen den Naturgesetzen
entsprechenden Entwicklungsprozess versteht. Das ist ja auch eine logische Konsequenz, wenn man die
Allgemeingültigkeit der Naturgesetze akzeptiert. Aktuell scheint es mir so, dass die Mehrzahl meiner Mitmenschen die Allgemeingültigkeit der Naturgesetze auch für Mensch und Gesellschaft nicht akzeptiert. Die
Systempropaganda hat gute Arbeit geleistet.

Hier habe ich mal ein Diskussion geführt, bei der die Diskussion leider nicht über eine Diskussion über
Ideologie und Spiritualität hinausgekommen ist. Eigentlich werden hier Gemeingüter (Commons) diskutiert.

http://keimform.de/2015/butter-bei-die-fische/

Es zeigt das Problem. Menschen verlieren sich in ideologische Diskussionen und diskutieren zu wenig über mögliche Lösungen. Man beachte das Ende. Die schärfsten Kapitalismuskritiker im Netz wollen mit einem anderen Kapitalismuskritiker (Ken Jebsen) nichts zu tun haben, obwohl beide die gleiche Lösung, die Kollektivwirtschaft favorisieren. Wir erkennen die erfolgreiche Spaltung aus rein ideologischen Gründen.

Aus naturwissenschaftlich physikalischer Sicht ist es dagegen einfach. Wir bestehen aus Elementarteilchen,
die sich nach bestimmten physikalischen Gesetzmäßigkeiten in einem Entwicklungsprozess zusammengefügt
haben. Wollen wir uns und unsere Gesellschaft verstehen, müssen wir versuchen, die Gesetzmäßigkeiten zu
erkennen, die dafür relevant sind. Wir wechselwirken mit unserer Umgebung und brauchen Nahrung, Wasser,
Luft, Kleidung... Dass ist einfach und elementar zu verstehen.

Jochen Tittel, sie haben die Vermutung geäußert, dass ich "mein Gesellschaftssystem" anpreisen möchte,
ohne genügend andere zu kennen. Ihre Einschätzung zu Peter Heisenko teile ich. Im Video behauptet er selbst
Exklusivität. Hier ist noch jemand, der beispielsweise Silvio Gesell oder den Plan B der Wissensmanufaktur
nicht erwähnt, obwohl seine Lösung ähnlich ist.

http://gradido.net/wp/

Wenn Sie sich mal das Inhaltsverzeichnis meines Buches ansehen, werden Sie feststellen, dass die von mir
beschriebene Lösung, sich aus einer breiten Übersichtsbetrachtung ergeben hat. Sie entspricht meinem derzeitigen Erkenntnisstand und ist kein Dogma.

http://dergrossezusammenhang.jimdo.com/das-buch/inhaltsverzeichnis/

Dass was sich als Lösung ergibt, ist eine funktioniere Kollektivwirtschaft, eine Peer-Communities Gesellschaft.
Das ist auch nicht meine Erfindung. Es ist die ursprünglichste Form des menschlichen Zusammenlebens
und dass hat es immer gegeben, zu allen Zeiten und in allen Kulturen. So hat beispielsweise Peter
Kropotkin schon 1902 dazu ein Buch geschrieben (zu kommunistischen (kollektiven) Anarchismus). In der
Neuzeit war die Kollektivwirtschaft 1936-39 in Spanien schon einmal Realität. Bis sie dann kaputt gebombt
wurde.

https://www.youtube.com/watch?v=0uNSjlCkxwA

Diese Form des menschlichen Zusammenlebens kann bei richtiger Regelsetzung (siehe z.B. Prof. Elinor
Ostrom) unseren Lebensraum dauerhaft erhalten und viele unserer heutigen Probleme nicht mehr entstehen
lassen.

Mir wurde auch schon vorgeworfen, viel Schulwissen in meinem Buch geschrieben zu haben. Aber die mögliche
Lösung liegt nicht im Komplizierten, sondern im Einfachen. Schön, dass sie sogar Schulkinder schon
verstehen könnten...

Roland Dames


P.S. Wer die Allgemeingültigkeit der Naturgesetze nicht in Frage stellt und den Zusammenhang von Natur,
Mensch und Gesellschaft aus naturwissenschaftlich physikalischer Perspektive diskutieren möchte, kann mich
kontaktieren (Kontaktdaten stehen auf meiner Internetseite).

Die Naturgesetze sollen in der Diskussion als allgemeingültig und auch für Mensch und Gesellschaft entwicklungsbedingend akzeptiert werden. Daraus folgt, dass die jetzige gesellschaftliche Entwicklung als ein
den Naturgesetzen entsprechender Prozess gesehen wird:

-Welche Naturgesetze sind für gesellschaftliche Entwicklung entscheidend?
-Wie muss die Gesellschaft einer intelligenten Spezies organisiert sein, wenn sie dauerhaft stabil, ohne Zerstörung ihres begrenzten Lebensraumes, in einer Technologiegesellschaft bestehen möchte?
-Wie könnte man sich aus der jetzigen Situation in diese dann möglicherweise dauerhaft stabile Gesellschaft
evolutionär entwickeln?
-Und schließlich geht es auch darum, einen möglichen Übergang aktiv zu gestalten (mögliche Projektgründung
westlich von Berlin).