http://keimform.de/2016/keimformen-auf-andymon/

 

 

Würde die Idee von Andymon funktionieren, könnte man annehmen, dass das Universum
voll mit intelligentem Leben ist!

 

Ist dass so? Warum hat keine außerirdische Zivilisation unseren irdischen Lebensraum in
den vergangenen Hunderten Millionen Jahren besiedelt?

 

Siehe Fermi-Paradoxon!

 

Zwei mögliche Entwicklungen:

 

1) Zivilisatorische Selbstzerstörung - Zerstörung des Lebensraumes.
2) Entwicklung in eine Nichtwachstumsgesellschaft - kein Interesse mehr an Besiedlung
anderer Lebensräume.

 

Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass es eine Zivilisation schafft, sich in eine Nichtwachstumsgesellschaft
zu entwickeln, bevor sie ihren Lebensraum zerstört?

 

Möglicherweise sehr gering!(???)

 

Warum?

 

-Ideologie! Die Überbetonung (Höherwichtung) persönlicher Meinungen gegenüber objektiven
Messprozessen.
-Nichtakzeptanz naturgesetzlicher Entwicklungen für sich selbst und für Gesellschaft.

 

Akzeptiert man, dass gesellschaftliche Entwicklungen auch den Naturgesetzen entsprechend
ablaufen, dann kann man feststellen, dass das instabile Privatgut stärker ist, als das stabile
Gemeingut. Und sich damit evolutionär durchsetzt!

 

Privatgut erzeugt Wachstumsprozesse über den wieder angelegten Ertrag auf Besitz, die
mit zunehmender Technisierung der Gesellschaft zur Zerstörung des Lebensraumes führen.
Auf Grund der evolutionären Konvergenz wird dass bei anderen möglichen intelligenten
Spezies irgendwo im Universum auch so sein und gewesen sein.

 

Gibt es eine Lösung?

 

Gesellschaft muss im Zustand der relativen Gleichverteilung gehalten werden (entgegen den
naturgesetzmäßig ablaufenden Konzentrationsprozessen, der Bildung von Ungleichheit, der
Entstehung der Pyramidengesellschaften).

 

Was heißt dass?

 

-Gesellschaft muss eine Zellstruktur haben mit maximaler Zellgröße (kommunistischer (kollektiver)
Anarchismus, keine Nationalstaaten).
-Innerhalb einer Zelle wird in Kollektivwirtschaft gewirtschaftet (Gemeingut, Peer-Community).
-Evolutionäre Durchsetzung (gegen das stärkere Privatgut) über die Hebung aller Effizienzpotenziale,
die in einer Kollektivwirtschaft möglich sind (z.B. durch die Nichtschützbarkeit
von nicht rivalen Gütern).

 

Lebewesen stehen in einem ständigen Stoffaustausch mit ihrer Umgebung. Zerstören sie
dabei ihren Lebensraum, werden sie bald keinen Lebensraum mehr haben und als Spezies
nicht überleben. Nur die global gesehen effizienteste Ressourcenbewirtschaftung wird das
dauerhafte Überleben intelligenter Spezies in einer Technologiegesellschaft gewährleisten.

 

Dass scheint das Modell des gemeinschaftlich wirtschaftenden Stammes zu sein, bei dem
der Anführer gewählt wird. Dieses Modell sollte man also in die Technologiegesellschaft
entwickeln.

 

Am Ende ist es eine Frage der Evolution. Es überleben die, die ihren Lebensraum erhalten.

 

Und dabei ist es egal, welche persönlichen Meinungen Menschen haben. Die Natur gibt uns
vor, was dauerhaft stabil funktionieren könnte.